2.2) Ätna

Laut den Geologen Hans Pichler und Rolf Schick befindet sich der
süditalienische Vulkan Ätna an einer Grenze, an der die eurasische und die
afrikanische Platte aneinander vorbeigleiten. „Die dabei auftretenden
Scherrkräfte haben tiefgreifende Dehnungsfugen geschaffen, die durch die
Erdkruste hindurch bis hinab in den oberen Erdmantel reichen.“ Durch
diese tektonische Aktivität der Erdplatten haben sich mehrere
Bruchrichtungen entwickelt. Der Vulkan liegt auf der Zone, an der sich vier
Bruchrichtungen schneiden, deren Verlauf in unterschiedliche
Himmelsrichtungen gehen. Neben der Plattengrenze ist die sogenannte
Comiso-Messina-Verwerfung ausschlaggebend, die auf einer Länge von
mehreren hundert Kilometern aktiv ist. Dieses ‘Bruchsystem’ verhilft dem
Magma zu einem leichteren Aufstieg. Seit 600000 Jahren ist dieses Gebiet
vulkanisch aktiv. Aus den vulkanischen Ablagerungen hat sich vor etwa
3000 Jahren der Ätna herausgebildet.