3.1) Schichtvulkane

Die Mehrzahl der Vulkane sind Stratovulkane, die auch Schichtvulkane
genannt werden. Sie sind meist an Subduktionszonen anzutreffen und
werden abwechselnd aus Lavadecken und Lockermaterial aufgebaut.
Ursache für ihre steile, spitzkegelige Form ist das relativ zähflüssige
Magma, das sich langsam bewegt und direkt am Kegel ablagert.
Plinianische Eruptionen sind charakteristisch für den Typ Schichtvulkan. In
der Regel ereignen sie sich nach jahrelangen Ruhephasen und dauern ein
bis drei Tage. In Bezug auf die Fördermenge und die freigesetzte Energie
sind es die gewaltigsten Eruptionen.
Ein Ausbruch kündigt sich durch kleinere Vorbeben an, bevor es zu den,
von Plinius dem Jüngeren beobachteten, ‘Hauptbeben’ kommt.
Erfolgt die Eruption besonders explosiv, wird der Gipfel weggesprengt.
Übrig bleiben sogenannte Calderen oder Plateaus.
Aus dem bleibenden Krater werden vulkanische Asche, Lapilli (kleine
Steine bis circa zehn Zentimeter Durchmesser) und andere Pyroklastika
herausgeschleudert. Durch Flankeneruptionen wird den unteren
Regionen neues Material zugeführt.