4.2) Ätna
Okt 8
2008
Der Entstehungsort, die ‘Quelle’, der Ätna-Magmen liegt in etwa 70 bis 120
Kilometer Tiefe. Durch partielles Aufschmelzen von Pyrolit (Gestein des
oberen Erdmantels) entstehen alkalin-basaltische, kieselsäurearme
Schmelzen, die spezifisch leichter sind als das Umgebungsgestein.“ Die
chemische Zusammensetzung zeigt, dass die Schmelze keine Bestandteile
aus dem oberen Erdmantel enthält und somit aus einem tiefliegenden
Magmenherd gefördert wird. Die tektonische Lage des Ätnas bewirkt, dass
diese basaltische, flüssige Schmelze an den Dehnungsfugen leicht
aufsteigen kann und dabei einen Großteil ihrer gelösten Gase bereits
abgeben kann. Dadurch neigt der Berg nicht zu stark explosiven
Ausbrüchen. Der Ätna ist bekannt für seine Daueraktivität, die auf die
Gipfelregionen beschränkt ist und auf den kontinuierlichen und langsamen
Aufstieg der Schmelze zurückzuführen ist. Dabei findet zumeist eine
schwache Entgasung mit dem Ausstoß von Fumarolen40 und Dämpfen statt.
Zeitweise erfolgt aber auch eine explosive Entgasung, bei der rhythmische,
kleine Explosionen stattfinden, die beim Platzen von aufsteigenden Blasen
im oberen Teil des Schlots entstehen. Hierbei werden Lavafetzen in die Luft
geschleudert. Dieses Eruptionsverhalten wird als ‘Stromboli-Dynamik’
bezeichnet, da die vom Vulkan Stromboli bekannten rhythmischen Eruptionen beim
Ätna genauso stattfinden. Neben dieser Dauertätigkeit strömt in tieferen
Regionen an Eruptionsspalten, deren Länge von einigen hundert Metern bis zu
mehreren Kilometern betragen können, Lava ruhig aus.
“Kegelförmige Kamine entstehen, wenn aus den Lavaströmen
verbliebene Gasreste schwach explosiv entweichen”
- 5.2) Ätna
- 4.3) Kilauea
- 1.2) Bewegung der Erdplatten
- 4.1) Vesuv
- 6) Zusammenfassung und Wertung
- 5.1) Vesuv
- 2.2) Ätna
- 1.2.1) Vulkanismus an divergenten Plattenrändern
- 1.1) Schalenaufbau
- 3.3) Vergleich