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Während es sich bei den Vulkanen Ätna und Vesuv um statische Vulkane
handelt, verändert der Kilauea seine geographische Position aufgrund der
Kontinentaldrift, der Plattenbewegung, jährlich um circa acht Zentimeter.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der drei Vulkane ist die jeweilige
tektonische Basis. Während der Vesuv aufgrund des Subduktions-
vulkanismus entstand, ist für die Entstehung des Ätna das Bruchsystem an
den Plattengrenzen entscheidend. Im Unterschied dazu entstand der
Kilauea durch das Prinzip des „Schweißbrenners” unter der sich
bewegenden Platte.




 

Der Vulkan Kilauea befindet sich inmitten der Inselkette von Hawaii die aus
fünf mächtigen Lavadomen zusammengeschweißt wurde und seine
Entstehung einem Hot Spot verdankt. Ein Hot Spot ist mit einem Schweiß-
brenner vergleichbar, der, unter eine Metallplatte gehalten, eine Reihe
von Aufwerfungen verursachen würde. Dieser Hot Spot hat
die ‘Lavaberge’ zuerst unter der Wasseroberfläche geschaffen und
später auch über dem Meeresspiegel weiter wachsen lassen. Durch die
Kontinentaldrift der Platte – bei gleichbleibender Position der Magmaquelle –
haben sich so von Nord nach Süd mehrere Vulkane gebildet, die in ihrem
Verlauf im Gradnetz nach Südosten immer jünger werden.




 

Laut den Geologen Hans Pichler und Rolf Schick befindet sich der
süditalienische Vulkan Ätna an einer Grenze, an der die eurasische und die
afrikanische Platte aneinander vorbeigleiten. „Die dabei auftretenden
Scherrkräfte haben tiefgreifende Dehnungsfugen geschaffen, die durch die
Erdkruste hindurch bis hinab in den oberen Erdmantel reichen.“ Durch
diese tektonische Aktivität der Erdplatten haben sich mehrere
Bruchrichtungen entwickelt. Der Vulkan liegt auf der Zone, an der sich vier
Bruchrichtungen schneiden, deren Verlauf in unterschiedliche
Himmelsrichtungen gehen. Neben der Plattengrenze ist die sogenannte
Comiso-Messina-Verwerfung ausschlaggebend, die auf einer Länge von
mehreren hundert Kilometern aktiv ist. Dieses ‘Bruchsystem’ verhilft dem
Magma zu einem leichteren Aufstieg. Seit 600000 Jahren ist dieses Gebiet
vulkanisch aktiv. Aus den vulkanischen Ablagerungen hat sich vor etwa
3000 Jahren der Ätna herausgebildet.




 

Wie die Mehrzahl seiner Artgenossen befindet sich der Schichtvulkan Vesuv
an einer Subduktionszone. An dieser Bruchstelle schiebt sich die
ozeanische afrikanische Platte unter die kontinentale eurasische Platte und
taucht ab. An der ‘Knickstelle’ tritt Magma an die Erdoberfläche. Erreicht das
Magma die Erdoberfläche bildet sich dort ein Vulkan. Vor etwa 30000
Jahren entstand so der Urvulkan Monte Somma. Bei der von Plinius dem
Jüngeren beschriebenen Eruption im Jahre 79 hat sich aus dem Berg ein
zweiter Gipfel ‘herausgeschoben’, der Monte Vesuvio.