4.4) Vergleich
Okt 10
2008
Die Ausbrüche der drei in den vorausgehenden Absätzen beschriebenen
Vulkane lassen sich anhand ihrer Explosivität und ihrer Explosionsart
vergleichen. Der Vesuv zeigt die gewaltigsten Explosionen. Neben dem
explosiven Auswurf von Lockermaterial fließt auch Lava effusiv aus.
Diesen gemischt explosiv-effusiven Charakter besitzt auch der Ätna. Dort
erfolgt im Gipfelbereich eine Dauertätigkeit mit entströmenden Gasen,
Fontänen und gelegentlichem Auswurf von kleinen Mengen an
Pyroklastika. Aus den Nebenkratern fließen Lavaströme. Aufgrund des
geringen Gasgehalts der Schmelze sind die Eruptionen des Kilauea ruhig.
Auch er ist ständig aktiv. Die riesigen Fontänen und die großen Lavaströme
ähneln denen des Ätna.
- 5.4) Vergleich
- 4.3) Kilauea
- 6) Zusammenfassung und Wertung
- 5.1) Vesuv
- 5.2) Ätna
- 4.2) Ätna
- 4.1) Vesuv
- 3.1.1) Vesuv
- 5.3) Kilauea
- 3.1) Schichtvulkane
4.3) Kilauea
Okt 9
2008
Der Kilaueavulkan „(…) steht an der Grenze zwischen der effusiven und
explosiven Tätigkeit“. Das aufsteigende Magma kommt aus Tiefen von bis
zu 2900 m. Die so tief geförderte Schmelze ist sehr heiß, gasarm und
niedrig viskos. Deshalb gibt es kaum explosive Ausbrüche. Die Gipfel-
eruptionen beschränken sich auf „fontänenartiges Aufspritzen“. Die
Fontänen entstehen durch schnell aufsteigende und sich explosionsartig
ausdehnende Gasblasen, die Magmafetzen mit sich reißen und einige
hundert Meter hoch steigen. Diese Form des Ausbruchs wird als ‘Hawaii-
Dynamik’ bezeichnet und kommt nur bei den dünnflüssigsten basaltischen
Magmen vor. Neben dem Hauptauswurf aus dem Gipfelkrater finden
Flankeneruptionen statt, die für die flächendeckenden Lavaströme
verantwortlich sind. „Die thermisch intensivste Art der Daueraktivität beim
Kilauea ist die der Lavaseen”. Das äußerst dünnflüssige Magma steht
dabei hoch im Schlot, steigt auf und ab und füllt die Caldera auf. Steigt
deren Inhalt über den Kraterrand, so fließt die Lava in Strömen ab.
- 5.3) Kilauea
- 4.4) Vergleich
- 1.2.1) Vulkanismus an divergenten Plattenrändern
- 4.2) Ätna
- 5.4) Vergleich
- 3.1) Schichtvulkane
- 5.2) Ätna
- 3.2) Der Schildvulkan Kilauea
- 5.1) Vesuv
- 2.2) Ätna
4.2) Ätna
Okt 8
2008
Der Entstehungsort, die ‘Quelle’, der Ätna-Magmen liegt in etwa 70 bis 120
Kilometer Tiefe. Durch partielles Aufschmelzen von Pyrolit (Gestein des
oberen Erdmantels) entstehen alkalin-basaltische, kieselsäurearme
Schmelzen, die spezifisch leichter sind als das Umgebungsgestein.“ Die
chemische Zusammensetzung zeigt, dass die Schmelze keine Bestandteile
aus dem oberen Erdmantel enthält und somit aus einem tiefliegenden
Magmenherd gefördert wird. Die tektonische Lage des Ätnas bewirkt, dass
diese basaltische, flüssige Schmelze an den Dehnungsfugen leicht
aufsteigen kann und dabei einen Großteil ihrer gelösten Gase bereits
abgeben kann. Dadurch neigt der Berg nicht zu stark explosiven
Ausbrüchen. Der Ätna ist bekannt für seine Daueraktivität, die auf die
Gipfelregionen beschränkt ist und auf den kontinuierlichen und langsamen
Aufstieg der Schmelze zurückzuführen ist. Dabei findet zumeist eine
schwache Entgasung mit dem Ausstoß von Fumarolen40 und Dämpfen statt.
Zeitweise erfolgt aber auch eine explosive Entgasung, bei der rhythmische,
kleine Explosionen stattfinden, die beim Platzen von aufsteigenden Blasen
im oberen Teil des Schlots entstehen. Hierbei werden Lavafetzen in die Luft
geschleudert. Dieses Eruptionsverhalten wird als ‘Stromboli-Dynamik’
bezeichnet, da die vom Vulkan Stromboli bekannten rhythmischen Eruptionen beim
Ätna genauso stattfinden. Neben dieser Dauertätigkeit strömt in tieferen
Regionen an Eruptionsspalten, deren Länge von einigen hundert Metern bis zu
mehreren Kilometern betragen können, Lava ruhig aus.
“Kegelförmige Kamine entstehen, wenn aus den Lavaströmen
verbliebene Gasreste schwach explosiv entweichen”
- 5.2) Ätna
- 4.3) Kilauea
- 1.2) Bewegung der Erdplatten
- 4.1) Vesuv
- 6) Zusammenfassung und Wertung
- 5.1) Vesuv
- 2.2) Ätna
- 1.2.1) Vulkanismus an divergenten Plattenrändern
- 1.1) Schalenaufbau
- 3.3) Vergleich
4.1) Vesuv
Okt 7
2008
Die Heftigkeit eines Vulkanausbruchs ist von der Viskosität des Magmas
abhängig. Diese ergibt sich aus der Position des Vulkans und seiner
Magmakammer. Der Vesuv liegt auf einer kontinentalen Kruste. Hier wird
siliziumreiches Gestein aufgeschmolzen, das Magma ist daher sehr
zähflüssig. Während der langen Ruhephasen erstarrt die im Schlot
verbleibende zähe Lava und verstopft diesen. Der steigende Druck der
gelösten Gase in der aufsteigenden Schmelze wird schließlich zu groß und
in einer plötzlichen, gewaltigen Eruption, die Vulkanologen als „plinianisch“
bezeichnen, wird der Schlot oder auch der ganze Berggipfel weggesprengt.
Da sich die Magmakammer in nur fünf Kilometer Tiefe befindet, wird die
Schmelze zusätzlich von außen mit Grundwasser angereichert. Dieses
verdampft sofort und die explosive Wirkung wird potenziert. Dabei treten
neben großen Mengen von Lava auch Pyroklastika aus. Der Auswurf, der
bis in die Atmosphäre geschleudert wird, trägt die Bezeichnung ‘plinianische
Säule’. „Beispiel: Am 5.-6. November 472 förderte eine Eruption unter lautem
Getöse ungeheure Mengen glühenden Materials. Asche soll bis nach Konstantinopel
gelangt sein.“ Große Aschemengen und Gesteinsbrocken wurden herausgeschleudert
und Glutwolken stürzten die Hänge hinab. Lässt der Druck im Inneren des Kegels
nach, so treten Laven auch in „Flankeneruptionen“ aus. Dieser effusive Ausfluss
erfolgte beim Ausbruch von 1760, bei dem sich zwei Spalten öffneten und
Lava austrat. Diese auch 1861 und 1868 beobachtete Erscheinung verdeutlicht, dass der
Vesuv, wie auch sein sizilianischer ‘Kollege’ Ätna ein Vulkan des gemischt-explosiv-effusiven
Typs ist.
- 5.1) Vesuv
- 4.4) Vergleich
- 6) Zusammenfassung und Wertung
- 2.1) Vesuv
- 5.2) Ätna
- 5.4) Vergleich
- 3.1) Schichtvulkane
- 4.3) Kilauea
- 4.2) Ätna
- 1.3.1) Ozeanischer Bereich