Reisebericht Garden Route

Die Garden Route erschließt die Südküste Südafrikas für den Tourismus und zählt zu den schönsten Ferienstraßen der Welt. Auf 750 Kilometern verläuft die malerische Panoramastraße entlang der Küste des Indischen Ozeans und garantiert herrliche Ausblicke auf die faszinierende Landschaft Südafrikas. Erste Siedler gaben dem romantischen Streckenabschnitt seinen Namen und glaubten wohl, ein Stück vom Paradies vor Augen zu haben. Dem gibt man auch Jahrhunderte später gern Recht, wenn man zwischen den Weiten des Meeres, imposanten Bergketten und idyllischen Ortschaften der ganzen Faszination der Garden Route erliegt.

Etwa 1,5 Autostunden trennen Südafrikas Touristen-Mekka Kapstadt vom malerischen Städtchen Hermanus, wo die Garden Route ihren Anfang nimmt. Einst gingen hier Wale ins Netz. Heute ziehen die majestätischen Tiere vor den Augen staunender Touristen ihren Nachwuchs groß und finden jedes Jahr aufs Neue ihren Weg von der Antarktis zurück nach Hermanus. Eindrucksvolle Ausblicke auf dieses Naturschauspiel eröffnet der Cliff-Walk. Südafrika in Feierlaune erleben Touristen beim traditionellen Wal-Festival im Oktober.

Als geschichtsträchtigster Ort entlang der Garden Route gilt Mossel-Bay. Hier trafen Seefahrer aus Europa im 15. Jahrhundert auf die afrikanischen Ureinwohner. Die historische Altstadt lohnt es, auf den interessanten Themenwegen zu erkunden. Ein Lächeln auf den Lippen haben Touristen, wenn sie das erste Postamt Südafrikas besichtigen. Der Post Office Tree, ein Stiefel, welcher an einem Milkwood Baum befestigt ist, besiegelte im 16. Jahrhundert die Postbeförderung in Südafrika.

Historischen Charme verkörpert auch Swellendamm. So finden Touristen hier zahlreiche Bauten im holländischen Stil, wie das Drostdy Gebäude, welches einst als Gefängnis fungierte. Aktivurlauber schätzen eine Kanufahrt auf dem Breede River oder verbessern auf dem Golfplatz ihr Handicap. Auf Safari gehen können Besucher im Bontebok Nationalpark.

Einst war die Halbwüste Karoo von Straußenfarmen übersät. Von der erfolgreichen Geschäftstätigkeit künden die stolzen Federpaläste. Der Tradition Folge leisten heute zwei Straußenfarmen, welche als Publikumsmagneten an der Garden Route gelten. Hier erfahren Touristen nicht nur Interessantes über die Tiere, sondern können sich auch als Reiter versuchen oder bei spannenden Straußenrennen zuschauen.

Knysna gilt als der wohl idyllischste Ort entlang des Streckenverlaufs. Die Lagune wird von den Knysna Heads beherrscht. Die Felsenklippen bieten gigantische Ausblicke auf das tosende Meer und die wildromantische Landschaft. Knysna ist ein beliebter Touristenort, welchem nachgesagt wird, die besten Austern Südafrikas zu servieren.

Als Juwel an der Garden Route lässt sich Plettenberg Bay beschreiben. Sonne satt und die schönsten Strände Südafrikas ziehen Besucher aus aller Welt magisch an. Das Seebad wird, auf Grund seiner flach abfallenden Strände, besonders von Familien mit Kindern geschätzt. Wunderschöne Klippenwanderungen lassen sich auf der Halbinsel Robberg unternehmen.

In Port Elisabeth findet die Garden Route ihren Abschluss. Der gemütliche Ferienort an der Algoa Bay trägt Beinamen wie die freundliche oder die windige Stadt. Turbulenter Mittelpunkt Port Elisabeths ist der drittgrößte Hafen Südafrikas. Einen schönen Rundblick bietet der Aussichtsturm Campanile. Um die 1885 erbaute City Hall wechseln auf dem Trödelmarkt zahlreiche Sammlerstücke und Unikate ihre Besitzer. Eine Ausstellung beleuchtet den Naturraum Ozean. An den Strandabschnitten Humewood und Hobie lässt es sich herrlich relaxen und man findet Gelegenheit, die unvergesslichen Eindrücke einer Tour entlang der Garden Route auf sich wirken zu lassen.

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