London ist eine der schönsten Metropolen der Welt. Mit ihrer ehrwürdigen Geschichte, den daraus resultierenden Sehenswürdigkeiten und der Lebensart der Londoner zieht sie jedes Jahr viele Besucher magisch an. Auch ich bin ein großer London Fan und bereise die Stadt mindestens zweimal pro Jahr. Deshalb möchte ich an dieser Stelle ein paar interessante Tipps und ein wenig Insiderwissen rund um die Stadt preisgeben.

Das Wetter
Ein Thema, das irgendwie immer alle bewegt. Wenn ich erzähle, dass ich nach London fahre, höre ich immer wieder: „Da regnet es doch ständig. Und der Nebel erst.“ Das Wetter ist deutlich besser, als man annimmt. Im Sommer ist es nicht zu heiß, im Winter fallen die Temperaturen selten unter null Grad. Schnee in London? Wenn Sie welchen sehen, dann machen Sie unbedingt ein Foto davon. Es ist ein seltener Anblick. Nebel? Ich habe noch keinen erlebt. Die Gerüchte um den Nebel kommen aus früheren Zeiten, als in London noch mit Kohle und Gas geheizt wurde und durch die Schornsteinausstöße, vermischt mit den Industrie- und Autoabgasen, sich Nebel bildete. Diese Zeiten sind aber lange vorbei. Die Luftqualität in London ist genauso gut oder schlecht wie in anderen Großstädten. Und was ist nun mit dem Regen? Um diese These mit einem Vergleich zu entkräften: in London regnet es weniger als in Rom. Es regnet vielleicht öfter als in Rom, aber die Niederschlagsmenge ist geringer. Das Wetter in London ist also perfekt für einen Städtetrip. Und das zu jeder Jahreszeit. Wer es doch etwas wärmer und wetterbeständiger mag, sollte in den Monaten Mai bis September reisen.

Unterkünfte
London bietet eine Vielzahl an Unterkünften an. Man sollte also im Vorfeld einen Blick auf den Stadtplan werfen und sich überlegen, was man von der Unterkunft erwartet. Wo soll sie liegen? Welchen Komfort soll sie bieten? Ich übernachte meist im Stadtteil Bayswater. Hier gibt es unter anderem ein Hotel, das kleine und gut eingerichtete Apartments vermietet. Die Lage ist einfach perfekt. Zwei U-Bahn Stationen, eine Bushaltestelle und der Kensington Gardens sind in unmittelbarer Nähe. Bis zum Oxford Circus sind es vier Stationen mit der U-Bahn. Das Shoppingcenter „Westfield Shopping Center“ ist nur zwei U-Bahn Stationen entfernt. Für Shoppingsüchtige somit eine gute Ausgangslage. Einige gute Restaurants und drei Supermärkte sind ebenfalls nur eine Straße weiter. Und wer mit Kindern reist – bis zum nächsten Spielplatz sind es zwei Minuten zu Fuß. Was will man mehr?

Sehenswürdigkeiten
Ich möchte an dieser Stelle nicht die typischen Sehenswürdigkeiten der Stadt nennen. Die kennt jeder, auch wenn er noch nie in London war. Nein, ich möchte ein paar nette Orte in der Stadt nennen, die auch sehr lohnenswert sind und die Abseits der Touristentrampelpfade liegen. Da wäre zum Beispiel der schönste Dachgarten Londons, der sich in der Kensington High Street versteckt. Auf dem Dach des ehemaligen Kaufhauses Derry & Toms gelegen, kann man dort wunderbar entspannen und den Tag genießen. Mehrere Restaurants, sprudelnde Springbrunnen und zwitschernde Vögel laden dort zu Verweilen ein. Die gesamte Dachterrasse ist in etwa so groß wie drei Fußballfelder und ist reich mit Bäumen, Sträuchern und Rasen verziert. Dieses Paradies muss man einfach gesehen haben. Schon allein, weil es in einem solchen Kontrast zur sonst recht turbulenten Stadt steht.
Der zweite Tipp ist die National Gallery am Trafalgar Square. Der Eintritt ist frei. Und auch wer kein Freund von klassischen Gemälden ist, sollte einen kurzen Blick hinein werfen. Denn wann bekommt man schon einmal die Gelegenheit, van Goghs „Sonnenblumen“ im Original bewundern zu können. Diese hängen im Raum 45, direkt rechts hinter dem Eingang. Für alle „Entdecker“ sollten die Märkte in London ein guter Anlaufpunkt sein. Covent Garden oder Camden Market sind bekannte Märkte in Londons Innenstadt. Aber kennen Sie Spitalsfield an der Columbia Road? Ein wunderschöner überdachter Markt mit vielen Blumen und farbenfrohen Ständen.

Allgemeine Tipps
Um London entspannt erleben zu können, sollte man einige Dinge beachten. Meiden Sie die U-Bahn und den Bus während der Stoßzeiten. Alles ist dann überfüllt und es macht keinen Spaß. Nehmen Sie zu diesen Zeiten lieber ein Taxi. Der Fahrpreis ist günstig und man erlebt etwas. Sollten Sie besonders viel Wert auf Umweltschutz legen, wie „normale“ PKW auch, wurden in London auch diverse Taxen einem Autogas Umbau unterworfen.
Probieren Sie einfach mal die englische Küche. Sie ist deutlich besser als ihr Ruf. Fish & Ships kann man sehr gut auf den Märkten essen. Oder gönnen sie sich ein Sandwich von Pret a Manger, einer britische Sandwich-Kette. Diese werden immer frisch in den Geschäften zubereitet und schmecken wirklich lecker. Zudem kann man dort ein wenig entspannen und neue Kraft für weitere Exkursionen durch die Stadt sammeln.

Wenn Sie eine Wachablösung sehen möchten, dann besuchen Sie die am Horse Guards. Diese Wachablösung ist nicht so überlaufen und man sieht auch etwas, als wenn man sich mit tausenden anderen Schaulustigen vor dem Buckingham Palace zur Wachablösung versammelt.

Fußballfans aufgepasst: London besitzt allein vier Vereine die in der Premier-League spielen. Wollen Sie bei der Stadionbesichtigung nicht zu sehr als deutscher Tourist auffallen, dann besorgen Sie sich vorher einen ortsüblichen Fanschal.

Sollten Sie eine preiswerte Stadtrundfahrt suchen, dann unternehmen Sie diese doch einfach mit den öffentlichen Bussen. Die Route 2 (Start Oxford Circus) fährt Sie zum Beispiel vom Oxford Circus, über die Regent Street zum Piccadilly Circus. Weiter geht es Richtung Leicester Square, Trafalgar Square, dem wundervollen Eingang zur Paradestraße am Green Park, Downing Street No. 10 und Big Ben nach Westminster. Eine perfekte Strecke, um die Stadt kennen zu lernen. Wenn sie dann an der Westminster Bridge aussteigen, über die Themse gehen und auf der anderen Seite in Richtung Tower laufen, kommen sie am London Eye, London Aquarium und das Golden Hinde Segelschiff, das besichtigt werden kann, vorbei. Reisen Sie nach London und ich verspreche Ihnen, Sie werden die Stadt lieben.