Usedom, die zweitgrößte deutsche Ostseeinsel, bietet ihren Besuchern ein facettenreiches Bild. Die 40 Kilometer lange Insel im Mündungsgebiet der Oder verfügt über kilometerlange, feinsandige Strände, schmucke Seebäder und eine abwechslungsreiche Binnenküste. Bereits in den 1920er Jahren galt Usedom als die “Badewanne Berlins”. Noch heute sind die Strände Usedoms die größte Attraktion der Insel. Das Usedom zu den sonnenreichsten Regionen in Deutschland zählt ist ein weiteres Plus für einen rundum gelungenen Badeurlaub. Das Hinterland der seenreichen Insel beeindruckt, zwischen Reetdachhäusern und Windmühlen, mit maritimen Charme und ist ein Domizil für Wanderer und Radler. Zahlreiche Galerien und Museen öffnen auf Usedom ihre Pforten und bewahren das kulturelle Erbe der Insel. Der östliche Teil der Insel zählt seit 1945 zum polnischen Staatsgebiet. Die Einkaufsstadt Swinemünde ist zu Fuß oder per Boot auf kurzen Wegen zu erreichen.
Touristen finden auf Usedom Übernachtungsmöglichkeiten aller Geschmäcker und Kategorien. Die Palette reicht von der gemütlichen, familiengeführten Pension über das Ferienhaus auf Usedom hinter den Dünen bis hin zum noblen Aparthotel oder dem urigen Naturcampingplatz. Die Insel ist über zwei Klappbrücken, unweit von Wolgast und Anklam, mit dem Festland verbunden. Eine Inselbahn verkehrt täglich zwischen Peenemünde und Zinnowitz, sowie zwischen Ahlbeck und Wolgast.
Von Anklam kommend gelangen Touristen nach Usedom, der ältesten Siedlung auf der Insel. Ein Relikt vergangener Tage ist das Anklamer Tor, welches ein Heimatmuseum beherbergt. Über die Flora und Fauna der Insel kann man sich im Naturparkzentrum informieren. Auf dem Schlossberg erinnert ein Kreuz an die Christianisierung der Insel durch Bischof Otto von Bamberg.
Im Osten Usedoms befindet sich Heringsdorf, der bekannteste Touristenort der Insel. Blickfang am weiten Sandstrand ist die längste Seebrücke Kontinentaleuropas, welche 508 Meter in die Ostsee ragt. In Heringsdorf lag die Wiege des Ostsee-Tourismus. Bereits 1825 tummelten sich erste Badegäste in den Fluten der Ostsee. Verspielte Villen der Bäderarchitektur säumen die Straßen und bieten komfortable Übernachtungsmöglichkeiten. Heringsdorf galt seit jeher als Künstlerdomizil. So erinnert in der “Villa Irmgard” eine Ausstellung an den Schriftsteller Maxim Gorki. In der Villa Oppenheim werden Besucher auf die Spuren des Malers Lyonel Feininger stoßen.
Auch Ahlbeck zählt zu den Kaiserbädern und Publikumsmagneten auf Usedom. Das Wahrzeichen der Insel schlechthin ist die 1898 erbaute, von Türmchen bekrönte Seebrücke, welche durch Loriots Kino-Klassiker “Papa ante Portas” weithin bekannt wurde. Von der Seebrücke starten täglich Ausflugsboote in das benachbarte Polen. Verdunkeln Wolken den Strand Ahlbecks, sorgt die Ostseetherme für ungetrübten Badespaß. Das Leben am Meer in früheren Zeiten beleuchtet eine Ausstellung in der Heimatstube.
Ein erholsamer Urlaub lässt sich in Bansin verbringen. Am bis zu 50 Meter breiten Strand findet man garantiert ein ruhiges Plätzchen. Geschmackvolle Unterkünfte befinden sich in den schmucken Bauten aus der Kaiserzeit entlang der Bergstraße. Kontraste setzt das Tropenhaus, wo Affen und Schlangen bestaunt werden können. Natur pur erwartet Besucher am idyllischen Schloonsee.
Koserow trägt den Beinamen “Bernsteinbad” und befindet sich an der schmalsten Stelle der Insel. Ins Auge fallen die Salzhütten, welche einst zur Konservierung von Fisch dienten. Heute kann man in den kleinen Fachwerkhäuschen leckeren Ostseefisch verspeisen, Souvenirs für die Daheimgebliebenen erstehen oder den Bund fürs Leben schließen. Ein Kleinod der ganz anderen Art schuf sich der Maler Otto-Niemeyer-Holstein in einem ausgedienten S-Bahn-Waggon. Heute ist Lüttenort ein Eldorado für Kunstbegeisterte. Ausstellungen und Workshops erinnern an den Ostseemaler und Naturliebhaber.
Trockenen Fußes ins Meer abtauchen kann man in Zinnowitz. Die Tauchgondel an der Seebrücke hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Mehr als 1.000 Besucher finden auf der Ostseebühne Platz. Gut besucht ist die Anlage, wenn jährlich die Vineta-Festspiele an das Atlantis der Ostsee erinnern.
Bis 1989 galt Peenemünde als militärisches Sperrgebiet. Heute gibt ein Freilichtmuseum Einblicke in die Raketenversuchsanstalt Wernher von Brauns. Mitmachen, Anfassen und Ausprobieren erwünscht sind in der Erlebnisausstellung “Phänomenta” Während eines Rundfluges können Urlauber die Schönheit Usedoms aus der Vogelperspektive erleben.
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